
Einen Notfallrucksack packen: Was gehört hinein und welche Medikamente sind wichtig?
Leestijd: 4 minutenIn Deutschland empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), dass jeder Haushalt auf Krisensituationen vorbereitet sein sollte. Neben einem Lebensmittelvorrat für zuhause gehört dazu idealerweise auch ein Notfallrucksack.
Ein Notfallrucksack ist dafür gedacht, dass du im Ernstfall schnell dein Zuhause verlassen kannst – etwa bei Hochwasser, Feuer, Evakuierungen, Unwettern oder einem längeren Stromausfall. Mit einem gut gepackten Rucksack hast du die wichtigsten Dinge sofort griffbereit und kannst dich mindestens 72 Stunden selbst versorgen.
Warum ist ein Notfallrucksack wichtig?
Notfälle treten oft unerwartet auf. Bei Evakuierungen bleibt häufig nur wenig Zeit, um wichtige Dinge zusammenzupacken. Wenn du bereits einen gepackten Notfallrucksack bereitstehen hast, sparst du Zeit und reduzierst Stress.
Ein Notfallrucksack sollte leicht transportierbar sein und nur die wichtigsten Gegenstände enthalten.

Wasser und Lebensmittel
Auch unterwegs ist die Grundversorgung entscheidend.
Packe Folgendes ein:
- Trinkwasser (mindestens 2 Liter pro Person)
- Energieriegel
- Nüsse und Trockenobst
- Cracker oder Knäckebrot
- haltbare Snacks
- kleine Konserven oder Fertigmahlzeiten
- Dosenöffner, falls nötig
Wähle möglichst leichte und energiereiche Lebensmittel.
Licht, Wärme und Energie
Bei Stromausfällen oder nächtlichen Evakuierungen sind Licht und Wärme essenziell.
In deinen Notfallrucksack gehören:
- Taschenlampe
- Ersatzbatterien
- Powerbank
- Ladekabel
- Decke oder Rettungsdecke
- warme Kleidung und Wechselwäsche
- Regenponcho
Kommunikation und Information
Damit du im Ernstfall informiert bleibst, solltest du Folgendes dabeihaben:
- Batterieradio oder Kurbelradio
- Smartphone
- Powerbank
- Liste wichtiger Telefonnummern
In Deutschland informiert zusätzlich die Warn-App NINA über Gefahrenlagen und Warnmeldungen.
Hygiene und Erste Hilfe
Hygieneartikel sind unterwegs besonders wichtig.
Packliste:
- Feuchttücher
- Handdesinfektionsmittel
- Toilettenpapier
- Damenhygieneprodukte
- Müllbeutel
Außerdem:
- Erste-Hilfe-Set
- Pflaster
- Verbände
- Wunddesinfektion
- Einmalhandschuhe
Dokumente und Bargeld
Wichtige Unterlagen solltest du wasserdicht verpackt mitführen:
- Personalausweis oder Reisepass
- Krankenversicherungskarte
- Versicherungspapiere
- wichtige Telefonnummern
- Bargeld in kleinen Scheinen
Welche Medikamente dürfen im Notfallrucksack nicht fehlen?
Medikamente sind ein wichtiger Bestandteil jedes Notfallrucksacks.
Wenn du regelmäßig Medikamente einnimmst, solltest du immer einen zusätzlichen Vorrat für mehrere Tage dabeihaben.
Dazu gehören beispielsweise Medikamente bei:
- Asthma
- Diabetes
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Schilddrüsenerkrankungen
Zusätzlich sinnvoll:
- Paracetamol oder Ibuprofen
- Allergiemedikamente
- Mittel gegen Durchfall
- Elektrolytlösung (ORS)
- Nasenspray
- Hustenmittel
- Halsschmerztabletten

Checkliste Notfallrucksack
Grundversorgung
☐ Trinkwasser
☐ haltbare Lebensmittel
☐ Dosenöffner
Licht & Energie
☐ Taschenlampe
☐ Batterien
☐ Powerbank
☐ Ladekabel
Kleidung & Schutz
☐ warme Kleidung
☐ Wechselwäsche
☐ Regenponcho
☐ Decke/Rettungsdecke
Kommunikation
☐ Radio
☐ Smartphone
☐ Telefonnummernliste
Hygiene & Erste Hilfe
☐ Erste-Hilfe-Set
☐ Pflaster und Verbände
☐ Desinfektionsmittel
☐ Feuchttücher
☐ Toilettenpapier
☐ Müllbeutel
Dokumente & Geld
☐ Dokumentenkopien
☐ Bargeld
Medikamente
☐ persönliche Medikamente
☐ Paracetamol / Ibuprofen
☐ Allergiemedikamente
☐ Durchfallmittel
☐ ORS
☐ Nasenspray
Fazit
Ein gut gepackter Notfallrucksack kann im Ernstfall entscheidend sein. Wenn du vorbereitet bist, sparst du wertvolle Zeit und kannst in Krisensituationen schneller und sicherer reagieren.
Kontrolliere den Inhalt regelmäßig und tausche Lebensmittel, Wasser und Medikamente rechtzeitig aus.