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18 mei 2026

Wie gesund sind Energy-Drinks wirklich?

Leestijd: 6 minuten

Energy-Drinks erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. Viele Menschen greifen zu ihnen, um wach zu bleiben oder kurzfristig mehr Energie zu bekommen. Besonders Jugendliche, Studierende und Berufstätige mit langen Arbeitstagen konsumieren sie regelmäßig, da sie schnell eine hohe Menge an Koffein liefern.

Koffein sorgt dafür, dass man sich vorübergehend weniger müde fühlt. Es kann die Aufmerksamkeit steigern und die Konzentrationsfähigkeit verbessern.

Für gesunde Erwachsene ist eine moderate Menge Koffein in der Regel unbedenklich. Ein übermäßiger Konsum kann jedoch Beschwerden verursachen. Gesundheitsexperten empfehlen, nicht mehr als etwa 400 mg Koffein pro Tag zu sich zu nehmen. Bei höheren Mengen können Herzrasen, Schlafprobleme, Nervosität oder Kopfschmerzen auftreten. Zudem reagieren manche Menschen empfindlicher auf Koffein als andere.

Guarana und Taurin: die besonderen Inhaltsstoffe

Interessant ist, dass 250 ml Energy-Drink oft sogar weniger Koffein enthalten als eine normale Tasse Kaffee. Während 250 ml Kaffee durchschnittlich etwa 95 mg Koffein enthalten, sind es bei 250 ml Energy-Drink meist rund 80 mg.

Die besondere Wirkung von Energy-Drinks entsteht jedoch nicht allein durch Koffein. Zusätze wie Guarana und Taurin können die stimulierende Wirkung zusätzlich verstärken.


Guarana

Guarana ist eine Pflanze aus dem Amazonasgebiet in Südamerika. Ihre Samen enthalten natürlicherweise viel Koffein und werden deshalb häufig Energy-Drinks zugesetzt. Auch in Nahrungsergänzungsmitteln und manchen Erfrischungsgetränken ist Guarana enthalten.

Guarana wird häufig genutzt, um:

  • sich energiegeladener zu fühlen,
  • die Konzentration zu verbessern,
  • Müdigkeit zu reduzieren.

Ein wichtiger Punkt: Das Koffein aus Guarana wird häufig nicht in der auf der Dose angegebenen Koffeinmenge berücksichtigt. Stehen beispielsweise 80 mg Koffein auf der Verpackung, bezieht sich dies oft nur auf das zugesetzte Koffein – nicht auf das zusätzlich enthaltene Koffein aus Guarana.

Taurin

Taurin ist eine körpereigene Substanz, die chemisch einem Aminosäure-Derivat ähnelt. Sie kommt vor allem im Gehirn, in Muskeln, im Herzen und in den Augen vor. Der Körper produziert Taurin selbst, zusätzlich wird es über Lebensmittel wie Fleisch und Fisch aufgenommen.

In Energy-Drinks wird Taurin zugesetzt, da es möglicherweise folgende Funktionen unterstützt:

  • Muskelarbeit,
  • Nervenfunktion,
  • Konzentration und Wachheit.

Wissenschaftlich ist bisher jedoch nicht abschließend geklärt, wie stark Taurin in Energy-Drinks tatsächlich wirkt. In üblichen Mengen gilt Taurin für gesunde Erwachsene als unproblematisch. Ein typischer Energy-Drink enthält häufig rund 1000 mg Taurin pro Dose. Diese Menge kann der Körper normalerweise verarbeiten.

Bedenken bestehen vor allem hinsichtlich der Kombination aus Taurin, hohen Koffeinmengen und viel Zucker. Auch über die Auswirkungen eines langfristig hohen Konsums ist noch nicht alles bekannt.


Hoher Zuckergehalt

Neben Koffein enthalten die meisten Energy-Drinks große Mengen Zucker. In einer 250-ml-Dose stecken oft bis zu sieben Würfelzucker.

Ein dauerhaft hoher Zuckerkonsum erhöht das Risiko für:

  • Übergewicht,
  • Karies,
  • Stoffwechselerkrankungen wie Typ-2-Diabetes.

Zwar gibt es mittlerweile zuckerfreie Varianten, diese enthalten jedoch meist weiterhin hohe Mengen Koffein.

Besonders problematisch für Jugendliche

Inzwischen gilt wissenschaftlich als gesichert, dass Energy-Drinks für Kinder und Jugendliche weniger geeignet sind. Ihr Organismus reagiert empfindlicher auf Koffein.

Mögliche Folgen sind:

  • Schlafstörungen,
  • innere Unruhe und Stress,
  • Konzentrationsprobleme.

Viele Ärztinnen, Ärzte und Gesundheitsorganisationen raten Jugendlichen daher, Energy-Drinks möglichst selten oder idealerweise gar nicht zu konsumieren.

Energy-Drinks beim Sport

Manche Menschen trinken Energy-Drinks vor oder während des Sports. Tatsächlich kann Koffein sportliche Leistungen – insbesondere im Ausdauerbereich – leicht verbessern.

Dennoch sind Energy-Drinks für sportliche Aktivitäten nicht ideal. Durch den hohen Zuckeranteil sowie den stimulierenden Effekt können unter anderem auftreten:

  • erhöhter Puls,
  • Magenbeschwerden,
  • Kreislaufprobleme.

Wasser oder spezielle Sportgetränke sind in den meisten Fällen die bessere Wahl.

Riskante Kombination mit Alkohol

Besonders problematisch wird es, wenn Energy-Drinks mit Alkohol gemischt werden.

Das enthaltene Koffein kann das Gefühl von Müdigkeit und Trunkenheit abschwächen. Betroffene fühlen sich oft weniger alkoholisiert, als sie tatsächlich sind. Dadurch trinken viele mehr Alkohol und gehen eher Risiken ein.

Dies kann gefährliche Situationen begünstigen.

Fazit

Energy-Drinks sind nicht grundsätzlich ungesund, wenn sie von gesunden Erwachsenen nur gelegentlich konsumiert werden. Ein moderater Konsum stellt für die meisten Erwachsenen meist kein akutes Problem dar.

Dennoch handelt es sich keineswegs um ein gesundes Getränk. Ein häufiger oder übermäßiger Konsum kann sich negativ auf Schlaf, Herz-Kreislauf-System und allgemeine Gesundheit auswirken.

Die Empfehlung lautet daher: Energy-Drinks nur in Maßen konsumieren. Eine Dose gelegentlich ist für die meisten Erwachsenen in der Regel unproblematisch – der tägliche Konsum großer Mengen hingegen keine gute Gewohnheit.

Insbesondere Jugendliche sollten mit Energy-Drinks vorsichtig sein und möglichst darauf verzichten.

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