
Desmopressinacetat Sandoz Tabletten 0,2 mg 90 St
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- 90 Stk.
Was ist Desmopressinacetat Sandoz Tabletten 0,2 mg und wofür wird es angewendet?
Desmopressinacetat Sandoz Tabletten 0,2 mg enthalten Desmopressin, ein Antidiuretikum, das die Urinproduktion verringert.
Das Arzneimittel wird bei drei Indikationen eingesetzt:
- Nächtliches Einnässen (primäre Enuresis nocturna) bei Kindern ab 5 Jahren, wenn körperliche Ursachen ausgeschlossen sind und nicht-medikamentöse Maßnahmen nicht ausreichend geholfen haben.
- Diabetes insipidus, eine Erkrankung, bei der Sie starken Durst haben und sehr viel urinieren, weil Ihr Körper zu wenig antidiuretisches Hormon produziert.
- Nykturie bei Erwachsenen, also wiederholtes nächtliches Aufwachen zum Wasserlassen.
- Das Arzneimittel ist für Erwachsene und Kinder ab 5 Jahren bestimmt.
Wann dürfen Sie Desmopressinacetat nicht einnehmen?
- Wenn Sie allergisch gegen Desmopressin oder einen der sonstigen Bestandteile sind.
- Wenn Sie ungewöhnlich viel Durst haben oder übermäßig viel trinken.
- Wenn Sie aktuell oder in der Vergangenheit einen niedrigen Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie) hatten.
- Bei mittelgradiger bis schwerer Nierenfunktionsstörung.
- Bei Herzinsuffizienz oder Erkrankungen, bei denen Diuretika erforderlich sind.
- Bei SIADH (Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion).
- Bei Von-Willebrand-Syndrom Typ IIb oder thrombotisch-thrombozytopenischer Purpura (TTP).
Wann müssen Sie besonders vorsichtig sein?
- Beschränken Sie die Flüssigkeitsaufnahme 1 Stunde vor und 6 bis 8 Stunden nach der Einnahme, besonders bei Kindern und älteren Patienten.
- Vermeiden Sie übermäßiges Trinken, um Überwässerung und Hyponatriämie zu verhindern.
- Vorsicht bei Erkrankungen, die den Wasser- und Elektrolythaushalt beeinflussen, zum Beispiel schwere Durchfälle, systemische Infektionen oder Fieber.
- Vorsicht bei gleichzeitiger Behandlung mit Diuretika.
- Zusätzliche Vorsicht bei Mukoviszidose, Präeklampsie, Herzinsuffizienz, Bluthochdruck oder chronischen Nierenerkrankungen.
- Bei koronarer Sklerose kann Angina pectoris auftreten.
- Halten Sie alle ärztlich verordneten Kontrollen ein.
Mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Einige Arzneimittel können die Wirkung von Desmopressin beeinflussen. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen.
Arzneimittel, die die Wirkung verstärken können:
- NSAR wie Indometacin
- Clofibrat
- Oxytocin
- Carbamazepin
- Trizyklische Antidepressiva und SSRI
- Chlorpromazin
- Antidiabetika der Sulfonylharnstoffgruppe (vor allem Chlorpropamid)
Arzneimittel, die die Wirkung abschwächen können:
- Lithium
- Glibenclamid
- Dimeticon
Weitere Hinweise:
- NSAR können Flüssigkeitsretention und Hyponatriämie verursachen.
- Loperamid kann die Blutspiegel von Desmopressin erhöhen.
Wie nehmen Sie Desmopressinacetat ein?
Dosierung und Art der Anwendung
Diabetes insipidus (Erwachsene und Kinder):
- Anfangsdosis: dreimal täglich 0,1 mg.
- Anpassung abhängig vom Ansprechen; üblich sind 3× täglich 0,1 mg bis 0,2 mg.
- In einigen Fällen sind höhere Dosen bis 3× täglich 0,4 mg erforderlich.
- Bei Anzeichen von Flüssigkeitsretention oder Hyponatriämie muss die Behandlung unterbrochen und die Dosis angepasst werden.
Nächtliches Einnässen (Kinder >5 Jahre und Erwachsene):
- Anfangsdosis: 0,2 mg, 1 bis 2 Stunden vor dem Schlafengehen.
- Bei unzureichender Wirkung: nach 1 Woche Erhöhung auf 0,4 mg.
- Alle 3 Monate sollte eine Therapiepause von 1 Woche erfolgen, um die Notwendigkeit der Behandlung zu prüfen.
- Einnahme bei Kindern nur unter Aufsicht eines Erwachsenen.
Nykturie (Erwachsene):
- Anfangsdosis: 0,1 mg vor dem Schlafengehen.
- Bei unzureichender Wirkung: Erhöhung nach 1 Woche auf 0,2 mg, danach ggf. auf 0,4 mg.
- Bei unzureichender Wirkung innerhalb von 4 Wochen ist die Behandlung zu beenden.
Ältere Patienten:
- Ein Therapiebeginn wird bei Personen über 65 Jahren nicht empfohlen.
- Wenn dennoch begonnen wird: Bestimmung des Serum-Natriums vor Beginn, 3 Tage nach der ersten Dosis und nach jeder Dosiserhöhung.
Hinweise zur Anwendung
- Nehmen Sie die Tabletten mit etwas Wasser ein.
- Beschränken Sie die Flüssigkeitsaufnahme rund um die Einnahme.
- Die Tablette besitzt eine Bruchkerbe und kann geteilt werden, wenn das Schlucken schwierig ist.
Was sollten Sie tun, wenn Sie eine Dosis vergessen haben?
- Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein.
- Nehmen Sie die nächste Dosis wie gewohnt ein.
- Weitere Hinweise werden in der Packungsbeilage nicht genannt.
Schwangerschaft, Stillzeit und Fertilität
- Es liegen keine Hinweise auf schädliche Wirkungen bei Schwangeren mit Diabetes insipidus vor.
- Die über die Muttermilch übertragene Menge ist zu gering, um die Harnausscheidung des Kindes zu beeinflussen.
- Ihre Ärztin oder Ihr Arzt entscheidet, ob das Arzneimittel während Schwangerschaft oder Stillzeit geeignet ist.
- Angaben zur Fertilität werden in der Packungsbeilage nicht gemacht.
Fahrtüchtigkeit, Alkohol und Nahrung
- Desmopressin beeinflusst die Konzentration oder Reaktionsfähigkeit im Allgemeinen nicht.
- Nebenwirkungen wie Schwindel oder Müdigkeit können jedoch die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.
- Trinken Sie während der Behandlung nicht zu viel.
- Alkohol wird in der Packungsbeilage nicht erwähnt.
Mögliche Nebenwirkungen von Desmopressinacetat
Die Nebenwirkungen sind nach den offiziellen Häufigkeitskategorien eingeteilt.
Sehr häufig (≥1/10)
- Kopfschmerzen
Häufig (≥1/100, <1/10)
- Hyponatriämie
- Schwindel
- Bluthochdruck
- Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen
- Beschwerden von Blase oder Harnwegen
- Ödeme
- Müdigkeit oder Schwäche
Gelegentlich (≥1/1.000, <1/100)
- Schlaflosigkeit oder Schläfrigkeit
- Kribbeln in Armen oder Beinen
- Verschwommenes Sehen
- Herzklopfen oder niedriger Blutdruck
- Atembeschwerden
- Schwitzen, Juckreiz oder Hautausschlag
- Muskelkrämpfe oder Schmerzen
- Brustschmerzen oder grippeähnliche Symptome
Selten (≥1/10.000, <1/1.000)
- Verwirrtheit
- Allergische oder Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Bronchospasmus
- Anaphylaxie
Nicht bekannt (Häufigkeit nicht abschätzbar)
- Schwere allergische Reaktionen
- Dehydratation oder Hypernatriämie
- Krampfanfälle, Koma
- Ausgeprägte Müdigkeit
- Verhaltens- und Stimmungsschwankungen (bei Kindern)
- Nasenbluten, Hautreaktionen oder Nesselsucht
Dürfen Sie die Behandlung einfach abbrechen?
- Beenden Sie die Behandlung nicht plötzlich ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.
- Weitere Angaben werden in der Packungsbeilage nicht gemacht.
Aufbewahrung
- Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
- Unter 25°C lagern.
- Flasche fest verschlossen und in der Originalverpackung aufbewahren.
- Nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr verwenden.

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